Publikationshinweis – Svea Bräunert „Gespenstergeschichten“

Gerne verweise ich hier auf die neue Publikation von Svea Bräunert über die Verarbeitung des RAF-Terrorismus in Literatur, Film und bildender Kunst, erschienen im Oktober dieses Jahres im Kulturverlag Kadmos.

Svea Bräunert: Gespenstergeschichten. Der linke Terrorismus der RAF und die Künste [Kaleidogramme, Bd. 131], Berlin, 2015.

Hier geht’s zu weiteren Informationen auf der Verlagsseite.

Kadmos-Screen

Interview zu »Poetik des Terrors« im rbb kulturradio

Am 20.05.2015 hat mich Britta Bürger im rbb kulturradio zu meinem Buch befragt. Leider ist der Interviewmitschnitt wohl nicht mehr online verfügbar. Hier wenigstens der Ankündigungstext…

KULTUR AKTUELL
Gespräch mit Michael König zu »Poetik des Terrors«
Terroranschläge sind allgegenwärtig. Und bleiben einem oft zugleich fern. Denn Sie finden in anderen Ländern statt, sind irrational und schwer zu verstehen. Wo politischer Terrorismus in der deutschen Gegenwartsliteratur stattfindet, dafür interessiert sich schon seit längerem der Germanist Michael König. Sein eben veröffentlichtes Buch „Poetik des Terrors“ untersucht Beispiele u.a. von Ulrike Draesner, Sherko Fatah und Hans Magnus Enzensberger.

rbb-kultur

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ARD-Mediathek

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Beitrag über »Poetik des Terrors« in »Buchkultur«

Buchkultur-Cover

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Buchkultur

Jan Drees: Schreiben über Gewalt. In: Buchkultur. Das internationale Buchmagazin. Heft 159, April/Mai 2015; S. 49.

Quelle im Netz: http://www.buchkultur.net/

»Terror als Text« – Ein Radiofeature von Jan Drees über den Zusammenhang von Kunst und politischer Gewalt

TerroralsText

Am Sonntag, den 8. Februar 2015 sendet der Bayrische Rundfunk (Bayern 2) ein Feature von Jan Drees über den Zusammenhang von Kunst und politischer Gewalt, für das ich ein paar O-Töne beisteuern durfte. Hier der Ankündigungstext:

TERROR ALS TEXT
Über den Zusammenhang von Kunst und politischer Gewalt
von Jan Drees

Terror als Text - ein Radiofeature von Jan Drees - Bayern 2

»Das war das größte Kunstwerk, das es je gegeben hat.« Mit diesen abscheulichen Worten reagierte der Komponist Karlheinz Stockhausen auf die Terroranschläge von 9/11 in New York. Die Empörung war exorbitant. Doch es gibt einen Zusammenhang zwischen Kunst und Terrorismus, der seit einiger Zeit genauer untersucht wird. Was bedeutet diese unheilvolle Allianz?

»Es gibt in meinem Buch einen Satz, der mehrfach wiederkommt und umgedreht wird. Der heißt eigentlich ›Phantasie ist eine der schlimmsten Möglichkeiten des Terrorismus‹ . Kluges, strategisches Denken. Aber dieser Satz lässt sich umdrehen: ‚Terror ist eine der schlimmsten Möglichkeiten der Phantasie.‘ Er kommt also aus dem Vermögen, in den berühmten Musilschen Möglichkeitsräumen zu denken, sich fiktive Szenarien auszudenken, jenem Vermögen, aus dem auch das Erfinden von Fiktion, das Schreiben von Romanen resultiert. Man sieht sozusagen, wie eine Möglichkeit sich wenden und in verschiedene Richtungen bewegen kann.« Ulrike Draesner über ihren Roman »Spiele«

Generator-Autor Jan Drees macht sich nach den Terroranschlägen in Paris auf die Suche nach dem Zusammenhang von Terrorismus und Kunst. Er besucht den bald 75-jährigen Schriftsteller Uwe Timm in dessen Münchner Wohnung – und spricht mit ihm über die ’67er-Revolte, die RAF und das Schreiben mit Blick auf die Schusswaffe. Er diskutiert mit Bestsellerautorin Ulrike Draesner über die Geburt des internationalen Terrorismus und den Anschlag auf die israelische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Er spricht mit dem jungen Geisteswissenschaftler Michael König, der gerade einen Band über die »Poetik des Terrors« vorgelegt hat und fragt mit dem Siegener Professor Thomas Hecken nach der Verbindung von »Avantgarde und Terrorismus«. Eine Stunde über politische Gewalt, Terrorliteratur und ein perfides Narrativ, das die amerikanische Politik nach 9/11 etabliert hat und das von Orson Welles‘ Hörspiel »The War of the World« direkt in das Gefangenenlager von Guantanamo auf Kuba führt.

Bayern2

Terror als Text. Über den Zusammenhang von Kunst und politischer Gewalt, ein Feature von Jan Drees, Bayern 2, Zündfunk Generator,
Sonntag, 08.02.2015, 22:05 bis 23:00 Uhr.

Hier geht es direkt zur Seite vom Bayrischen Rundfunk.
Hier können Sie das einstündige Feature downloaden.

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Interview mit Jan Drees – Weblog »Lesen mit Links«

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Zusätzlich zum Radiofeature auf Bayern 2 ist im Weblog »Lesen mit Links« von Jan Drees ein Interview mit mir erschienen.

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Terroristen als Mörder und Helden – Interview im Deutschlandradio Kultur

WDR-1

Heute Morgen wurde ich live im Deutschlandradio Kultur zu meiner Forschungsarbeit interviewt. Sigrid Brinkmann hat mir in der Sendung »Lesart« Fragen zur deutschen Terrorliteratur, zu Terroristen als Helden und zu Ulrike Draesners Roman »Spiele« gestellt. Hier können Sie den Beitrag direkt als MP3 downloaden (10,14 MB).

Oder hier geht es zur Seite der Sendung »Lesart« vom 02.02.2015 auf den Seiten von Deutschlandradio Kultur. Hier können Sie einen Screenshot der Seite sehen, und hier können Sie den Ankündigungstext als PDF downloaden.

Deutschlandradio Kultur - Logo

Terroristen als Mörder und Helden. Michael König im Gespräch mit Sigrid Brinkmann, Deutschlandradio Kultur, Lesart, 02.02.2015, 10:15 Uhr.

WDR-4

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WDR-Interview-Poetikdesterrors

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WDR-2

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»Wenn die Bilder Terror machen« – Charlotte Klonk über die Macht der Terrorbilder

Attentäter von Paris, 7. Januar 2015

Ausschnitt aus den Amateuraufnahmen vom Attentat auf die Pariser Redaktion des Satire-Magazins »Charlie Hebdo« am 7. Januar 2015.

Auf FAZ.NET ist kürzlich ein äußerst interessanter Beitrag von Charlotte Klonk über die immergleichen Darstellungsschemata von Tötungsvideos erschienen.
Klonk schreibt, dass die Bildberichterstattung von Attentaten immer nach dem gleichen Muster ablaufe. Das sei schon seit dem 19. Jahrhundert so. Bei den Tötungsvideos, die wir alle im Fernsehen vom Anschlag auf die Redaktion des Pariser Satire-Magazins »Charlie Hebdo« gesehen hätten, sei das allerdings anders. »Es gibt eine neue Dimension des Bildterrors«, schreibt Klonk. Durch die Möglichkeit, Terrorbilder unmittelbar übers Netz zu verbreiten – so geschehen bei den bekannten Amateuraufnahmen von Paris, entstehe unmittelbar die Gefahr der Glorifizierung. Diese »Macht der Terrorbilder« gelte es allerdings zu brechen. Die Kunsthistorikerin argumentiert: »Die Unmittelbarkeit, mit der jemand ein Video wie im Affekt ins Netz stellt, das keine Sekunde später weltweit gesehen werden kann, ist die größte Herausforderung im Umgang mit den Bildern des Terrors.«

Isis-Bild-Sreenshot

Ausschnitt aus dem ISIS-Propagandavideo »Flames of War«

Hier ist der Link zum vollständigen, äußerst lesenswerten Artikel. Zur Debatte lesen Sie auch folgenden Artikel auf SPIEGEL ONLINE.

Charlotte Klonk: Wenn die Bilder Terror machen. Tötungsvideos auf Youtube. FAZ.NET, 20.01.2015. 

Charlotte Klonk ist Professorin für Kunst und neue Medien am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt sie sich mit Erfahrungsräumen der Moderne beziehungsweise mit Nicht-Portraits und der Bildgeschichte des Terrorismus, wie es auf Klonks Seite im Netz heißt.

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