Monatsarchiv: September 2011

Die Stadt New York und das Phantasma ihrer Zerstörung

King Kong (1933)
In diesem Artikel will ich eine Liste mit Literatur oder Filmen zusammenstellen, in denen die Stadt New York mit dem Phantasma ihrer Zerstörung zusammen gedacht wird.

1 – King Kong (1933)
2 – The Beast From 20.000 Fathoms (1953)
3 – Ghostbusters (1984)
4 – Escape from New York (1984?)
5 – Independence Day (1996)
6 – The Siege (1998)
7 – Aftershock (1999)
8 – I Am Legend (2007)
9 – The Day After Tomorrow (2004)
10 – ?
11 – ?

Advertisements

»Bild – Raum – Kontrolle«

Der Band „Bild – Raum – Kontrolle“ vereint unter den titelgebenden Begriffen eine Vielzahl äußerst aufschlussreicher Aufsätze zu den Themen wie zum Beispiel die sich ausweitende (Video-)Überwachung, die zunehmende Kontrolle des öffentlichen Raums und die falschen Annahmen beim Einsatz von CCTV bei der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Zu Wort kommen beschlagene Autoren wie etwa David Lyon*, Leon Hempel, Eric Töpfer oder Clive Norris, von dem zum Beispiel Titel wie „The Maximum Surveillance Society: The Rise of CCTV“ und „Surveillance, Closed Circuit Television and Social Control“ erschienen sind.

Buchcover von "Bild - Raum - Kontrolle"

Jörg Metelmann & Leon Hempel (Hrsg.): Bild – Raum – Kontrolle: Videoüberwachung als Zeichen gesellschaftlichen Wandels, Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2005.

*siehe auch David Lyon: Surveillance after September 11. Oxford & Cambridge, 2003. Hier gelangen sie zur Publikationsliste von David Lyon.

»Alles wird anders« – Zäsurgedanken

„Alles wird anders“, so beginnt Katharina Hackers 2006 erschienener und im selben Jahr mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneter Roman „Die Habenichtse“ (Suhrkamp).
Die Vorstellung der Zäsur ist ein immer wiederkehrendes (historisches, kulturelles, ästhetisches) Deutungsmuster nach den Anschlägen vom 11. September. Auch in fiktionaler Literatur, d. h. in literarischen Texten,  ist die Vorstellung eines Risses, eines Schnittes und dadurch ausgelösten biografischen Einschnittes, Umdenkens oder eines Neuanfangs ein entscheidendes ästhetisches Merkmal, das den Ereignissen zugesprochen wird.
Im Verlauf von Hackers Text wird die Vorstellung „Alles wird anders“, in der ein nicht näher konkretisierter Wunsch dann Veränderung deutlich wird, an verschiedenen Personen im Roman durchgespielt. Da ist Dave, der misshandelte Junge, der hofft, dass für ihn und seine kleine verwahrloste Schwester ebenfalls alles anders wird. Da ist der Drogendealer Jim, der von einem Haus auf dem Lande träumt, um dem tödlichen Verbrechermilieu in der Stadt zu entkommen. Und da sind schließlich Isabelle und Jakob, die Protagonisten des Romans, die selbst – geschäftlich mehr als erfolgreich – zu erheblichen Veränderungen in ihrem Leben beitragen, nur um sich diesen dann nolens volens zu fügen, immer auf Veränderungen hoffend – ohne die darin liegenden Gründe oder überhaupt den Inhalt dieser Veränderungen konkret benennen zu können. Der 11. September 2001 wird zum begründenden Datum der Beziehung zwischen Isabelle und Jakob, ohne dass sie die daraus entstehende symbolische Bedeutung auch nur annähernd ermessen.

Buchcover - Katharina Hacker: "Die Habenichtse"

Informationen zu Katharina Hackers Roman beim perlentaucher und auf ihrer eigenen Internetseite www.katharinahacker.de. Hier eine biografische Notiz auf den Seiten des Suhrkamp Verlags.

Katharina Hacker: Die Habenichtse, Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2006.

»Alles wird anders« – Zäsurgedanken II

Nicht nur in der Literatur – auch in den Medien hat der 11. September 2001 eine Zäsur ausgelöst. Die bis dahin als „Bleiwüste“ bezeichnete Frankfurter Allgemeine Zeitung druckte zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert (Erstausgabe: 1. November 1949) zwei Fotos auf ihrem Titelblatt. Und auch das Jugendmagazin BRAVO verzichtete auf seinem Titelblatt das erste Mal seit seinem Erscheinen (Erstausgabe: 26. August 1956) auf die Abbildung eines Jugendidols.

Seite 1 der FAZ vom 12. September 2001

BRAVO-Cover, Nr. 39/2001 - Titelbild zum 11. September 2001

(Abbildungen: BRAVO 39/2001, 19.09.2001Sondermotiv: USA-Flagge „Wir trauern mit Amerika“ und Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 212, 12.09.2001; S. 1.)

Literatur – »Bilder der Überwachung«

Hier ein kleiner Literaturtipp. Ein ganz wunderbares Buch zum Thema „Überwachung“:
Dietmar Kammerer: Bilder der Überwachung, Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2008.
Weitere Informationen zu Kammerer bei Suhrkamp, beim perlentaucher und amazon. Sehenswert ist ebenfalls Dietmar Kammerers Blog – auch hier bei wordpress.com.

Buchcover von Dietmar Kammerers "Bilder der Überwachung"

Literature & Terrorism

Ende Juli 2009 fand am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz ein internationaler Workshop zum Thema „Literature and Terrorism“ statt.

Poster - "Literature and Terrorism"

Eine Programmübersicht finden Sie hier.

Unheimliches

Das Internet ist unheimlich. Ich stehe Selbstdarstellungstendenzen und dem Voyeurismus im Netz, den diese begünstigen, mit großer Skepsis gegenüber.  Ich versuche, facebook und andere soziale Netzwerke zu meiden. Trotzdem bin ich selbst natürlich ein Ass beim Spionieren und äußerst geübt beim Googlen (?). Wie kann es da sein, dass ich erst anderthalb Jahre nach Veröffentlichung ein Bild von mir im Netz finde? – Ich hatte mich vorher nie selbst bei Google gesucht, bis mir heute die Idee kam, jetzt, da ich ein Blog (Selbstdarstellungstendenzen!) habe, eine Anfrage zu stellen. So etwas (siehe Bild) kommt dann dabei heraus. So ein Foto werde ich wohl nie löschen können – und ich wurde nie gefragt, ob ich der Veröffentlichung zustimme.

Screenshot - Internetseite WWU Münster

Im Februar 2010 habe ich am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der WWU Münster im Rahmen einer Tagung des Netzwerks Terrorismusforschung mein Dissertationsprojekt vorgestellt.