Monatsarchiv: November 2011

Literaturhinweis – Matthea Harvey: »Du kennst das auch«

Amerikanische Lyrik über den 11. September 2001, erschienen bei Kookbooks.

Matthea Harvey: Du kennst das auch. Kookbooks, Idstein, 2010.

http://www.kookbooks.de/buecher.php#a-9783937445427.

Besprechung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:
Nadja Wünsche: Alphabetisierter Terror. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 273, 23.11.2011; S. 30.

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Literaturhinweis – Stefanie Hoth: »Medium und Ereignis«

Stefanie Hoth: Medium und Ereignis. ‚9/11’ im amerikanischen Film, Fernsehen und Roman. Heidelberg: Winter, 2011.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

Vorwort – IX
[1] Kultur – Medien – Ereignis: Repräsentationen des ’11. Septembers‘ in fiktionalen Medien

[2] Vom Geschehen zur Geschichte: Die Konstituierung des Ereignisses ‚9/11′ in der nachrichtenmedialen Berichterstattung
[2.1] Der mediale Ausnahmezustand: Der ’11. September‘ als Fernsehereignis
[2.2] Bildereignis – Ereignisbilder: Von Bildern zu Ikonen
[2.3] Die Versprachlichung des Geschehens: Narrativisierung und Topisierung
[2.4] Die kulturelle Kontextualisierung und Verarbeitung der Terroranschläge in den Vereinigten Staaten

[3] Die Medien- und Genrespezifik fiktionaler ‚9/11‘-Narrative: Kategorien zur Analyse von Romanen, Filmen und Fernsehserien
[3.1] Mono- vs. plurimediales Erzählen: Zur Spezifik von literarischen und audiovisuellen Narrativen
[3.1.1] Erzählliteratur als monomediale Erzählform
[3.1.2] Die Plurimedialität filmischen Erzählens
[3.13] Medienspezifische Kommunikationsmodelle für literarische und audiovisuelle Medien
[3.2] Die erzählte Welt: Figur – Handlung – Raum und Zeit
[3.2.1] Personal, Figurenkonstellation und -charakterisierung
[3.2.2] Handlung, Plotstrukuren, Texteinstieg und Schlussgebung
[3.2.3] Raum- und Zeitdarstellung
[3.3] Die erzählerische Vermittlung und Perspektivenstruktur
[3.4] Formen und Funktionen intra- und intermedialer Bezugnahmen in fiktionalen Narrativen der Terroranschläge
[3.5] ‚9/11‘ -Darstellungen zwischen Illusionsbildung und Metafiktion
[3.6] Kriterien für eine intermediale Analyse von Romanen, Filmen und Fernsehserien

[4] Plot Point ‚9/11‘: Die Terroranschläge in ausgewählten amerikanischen Filmen, Fernsehserien und Romanen
[4.1] ‚9/11‘ in amerikanischen Spielfilmen: Spuren im Alltag und die unmittelbare Darstellung des Geschehens
[4.1.1] Der Einbruch in die Wirklichkeit und das Spiel mit der Visibilität im „USA“-Segment in 11’09“01
[4.1.2] Die atmosphärische Präsenz der Anschläge und die Inszenierung der Veränderung New Yorks in 25th Hour
[4.1.3] „The new normal“: Die unmögliche Rückkehr zum Alltag in der Dramenverfilmung The Guys
[4.1.4] „Hovering around like a frog“: ‚9/11‘ als handlungsübergreifender Bezugspunkt in dem Episodenfilm The Great New Wonderful
[4.1.5] Das Füllen medialer Lehrstellen und die Einbeziehung der Täterperspektive in dem Dokudrama United 93
[4.1.6] „From the macro to the micro“ – Die multifunktionale Semantisierung des Ereignisses inWorld Trade Center
[4.1.7] Zwischenfazit

[4.2] Genrekonventionen und die Funktionalisierung des Ereignisses in der Verarbeitung von ‚9/11‘ in amerikanischen Fernsehserien
[4.2.1] Die Perspektive der Helfer und die Beschäftigung mit der Heldenverehrung in Third Watch
[4.2.2] Situationskomik post ‚9/11‘: Visuelle Bezüge in Friends
[4.2.3] Die sentimentale Auseinandersetzung mit ‚9/11‘ und der Trauer in Ally McBeal
[4.2.4] Die Erinnerung an persönliche Verluste und die Schuldfrage in Judging Amy
[4.2.5] Der Umgang mit Terrorverdächtigen und die Traumatisierung nach ‚9/11‘: Die Anschläge in Without a Trace
[4.2.6] Die Terroranschläge als episodenübergreifende Storyline in Rescue Me
[4.2.7] Zwischenfazit

[4.3] Das Ereignis ‚9/11‘ im amerikanischen Roman: Bezüge zu audiovisuellen Medien und die individuelle Dimension
[4.3.1] ‚9/11‘ als Auslöser von nationalem Terrorismus in Michael Cunninghams Specimen Days
[4.3.2] Medial vermitteltes Ereignis vs. eigene Erfahrung in Reynolds Prices The Good Priest’s Son
[4.3.3] Die Anschläge als persönliche Zäsur in Jay McInerneys The Good Life
[4.3.4] Die Semantisierung von Sprache in Lynne Sharon Schwartz‘ The Writing on the Wall
[4.3.5] ‚9/11‘ als individuelle Verlusterfahrung in Jonathan Safran Foers Extremely Loud & Incredibly Close
[4.3.6] Terror in der Endlosschleife: Don DeLillos Falling Man
[4.3.7] Zwischenfazit

[5] Zusammenfassung und Ausblick: Medienkultur ‚9/11‘ – „Casting a Shadow“

[6] Bibliographie
[6.1] Primärmedien
[6.2] Sekundärliteratur

Heide Reinhäckel hat zu diesem Band eine Rezension verfasst.

Vorankündigung – Heide Reinhäckel: »Traumatische Texturen«

Im Januar 2012 erscheint im Bielefelder transcript-Verlag folgender Band:

Heide Reinhäckel: Traumatische Texturen. Der 11. September in der deutschen Gegenwartsliteratur. Bielefeld: transcript, erscheint 2012.

Hier die Vorankündigung direkt beim transcript-Verlag. Und hier ein Blog-Eintrag zur Autorin und ihrem Forschungsprojekt.

Heide Reinhäckel - "Traumatische Texturen"

Terrorismus-Film: Alfred Hitchcocks »Sabotage« (1936)

Auch wenn es sich hierbei um keinen aktuellen ,Terrorismus’-Roman oder -Film handelt: Schon vor längerer Zeit hatte ich Joseph Conrads „The Secret Agent“ (erschienen 1907) gelesen und jetzt endlich Alfred Hitchcocks Verfilmung „Sabotage“ (1936) gesehen. Der Film handelt von dem verdeckt operierenden Saboteur Carl Verloc, einem Kinobetreiber in London, der das städtische Stromnetz sabotiert und so einen flächendeckenden Stromausfall herbeiführt. Da die meisten Stadtbewohner den Vorfall mit Humor nehmen, zwingt ihn ein unbekannt bleibender Hintermann zu einer weiteren, schwerwiegenderen Tat: Der Saboteur soll eine Bombe im Schließfach des Londoner Bahnhofs deponieren. Doch Verloc gerät zunehmend in Bedrängnis. Die Ermittler von Scotland Yard kommen ihm auf die Spur, ein Treffen mit anderen Verschwörern fliegt auf. So schickt Verloc den jüngeren Bruder seiner Frau, Steve, in die Stadt, um das Päckchen am geplanten Ort abzulegen. Der Junge, ohne Wissen über den gefährlichen Inhalt des Bündels, vertrödelt jedoch seine Zeit, und die Bombe explodiert.

Joseph Conrad "Der Geheimagent" - Cover

Hier ein paar Screenshots aus Alfred Hitchcocks Film „Sabotage“.

Sabotage - Screenshot↑ „sa•botage – Wilful destruction of buildings or machinery with the object of alarming a group of persons or inspiring public uneasiness.“
Sabotage - Screenshot↑ Titel von Alfred Hitchocks Film
Sabotage - Screenshot↑ Arbeiter entdecken die Sabotage des Londoner Stromnetzes.
Sabotage - Screenshot↑ Verloc erhält das Paket mit dem gefährlichen Inhalt.
Sabotage - Screenshot↑ Steve mit brandgefährlichen Filmrollen und dem Bombenpaket
Sabotage - Screenshot ↑ Die Uhr tickt… Sabotage - Screenshot↑ …und die Bombe explodiert schließlich.
Sabotage - Screenshot ↑ Das zieht natürlich (damals!) Zuschauer an!
Sabotage - Screenshot↑ Die Zerstörungen sind verheerend.
Sabotage - Screenshot↑ Ein Feuerwehrmann rennt durchs Bild…
Sabotage - Screenshot↑ Rechts der Ermittler Ted Spencer (John Loder) von Scotland Yard. In den Trümmern findet er die Filmrolle von „Bartholomew the Strangler“ (dt. Bartholomeus der Würger), die als eindeutiges Indiz auf den Kinobetreiber Verloc weist.

»Romane made in New York«

Seit Mitte Juni ist der Bericht „Romane made in New York“ bei YouTube zu sehen: Die AutorInnen Jay McInerney, Marisha Pessl, Jonathan Safran Foer, Jonathan Franzen, Rick Moodey und Nicole Krauss berichten über Ihr Verhältnis zu New York und natürlich auch über das Schreiben nach dem 11. September 2001.

Hier der direkte Link zu „Romane made in New York“ bei YouTube.
Hier der Link zum Video (unter goldmag.de verzeichnet): http://www.goldmag.de/2011/07/mit-erinnerung-die-gegenwart-bekaempfen/

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Jonathan FranzenX
Rick MoodyX

Literaturhinweis – »Bilder des Terrors – Terror der Bilder?«

"Bilder des Terrors - Terror der Bilder?" - Cover

Einen Buchtitel habe ich in der kleinen Zusammenstellung von Sammelbänden zum Thema ,11. September 2001’ ganz vergessen: den aus einer Tagung (Warburg-Haus, Hamburg, 8.-9.11.2002) hervorgegangenen Band „Bilder des Terrors – Terror der Bilder?“.

Michael Beuthner u. a. (Hrsg.): Bilder des Terrors – Terror der Bilder? Krisenberichterstattung am und nach dem 11. September. Köln: Halem, 2003.

Hier der Infotext zur Publikation:
„Der 11. September hat nicht nur eine neue Dimension des modernen Terrorismus offenbart, der das Selbstverständnis der westlichen Kulturen erschütterte. Die Live-Bilder der einstürzenden Türme des World Trade Center wurden zum globalen Medienereignis von bislang ungekanntem Ausmaß, das Millionen von Zuschauern an ihren Fernsehgeräten miterlebten. Die Ästhetik der Simultan-Übertragung, die diese Bilder inszeniert erscheinen ließ, wurde später auf allen Kanälen in unzähligen Variationen und Endlosschleifen immer wieder gezeigt – und wirft zahlreiche Fragen zu Quantität und Qualität der Bilder des Terrors auf: Unter welchen professionellen Umständen sind diese Bilder entstanden? Wie wurden sie von den Medien präsentiert? Welche Wirkung hatten sie beim Publikum? Wie lassen sich die Verarbeitungsleistungen dieser Extremsituation für den Journalismus beurteilen? Welche journalisti-schen Folgen hatte die »Medien-Apokalypse« für die anschließende Kriegsberichterstattung?
Der Tagungsband »Bilder des Terrors – Terror der Bilder« arbeitet diese und andere Fragen aus einer interdisziplinären Perspektive auf. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kommunikationswissenschaft und Medienkultur, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft, Kriminologie und Soziologie reflektieren die Bedeutung der Terrorbilder unter ästhetischen, ethischen, ikonographischen, narrativen, professionellen und publizistischen Gesichtspunkten.
Dem Wunsch der Herausgeber, in einen Dialog mit den Produzenten dieser Bilder zu treten, wird entsprochen: Den Auftakt des Bandes bildet eine Diskussion zwischen Journalisten und Wissenschaftlern über die professionellen Entstehungsbedingungen der Bilder des 11. September und den selbstkritischen Entwurf einer künftigen Krisen- und Kriegsberichterstattung.“

Hier können Sie das Tagungsprogramm bei H-Soz-u-Kult und hier das Inhaltsverzeichnis der Publikation als PDF anschauen.

Blog »Terrorismus & Film«

Screenshot - Blog - "Terrorismus & Film" - Übersicht

Gerne verweise ich hier kurz auf das Blog „Terrorismus & Film“, das von Bernd Zywietz, ebenfalls Mitglied im Netzwerk Terrorismusforschung geführt wird. Das Blog verzeichnet mit ausführlichen Filmanalysen eine ganze Reihe interessanter Spiel- und Dokumentarfilme mit terroristischen Handlungselementen oder terroristischem Inhalt. DVD- und Buch-Kritiken runden das ausführliche Angebot von „Terrorismus & Film“ ab. Alle Filme sind in einer fortlaufend aktualisierten, alphabetischen Liste (siehe Screenshot unten) verzeichnet, die somit einen guten Überblick der in den letzten Jahren erschienenen ,Terrorismus‘-Filme gibt.

Hier der direkte Link zum Blog (http://terrorismus-film.blogspot.com/).

Screenshot - Blog - "Terrorismus & Film" - Filmliste