Monatsarchiv: Juni 2012

Terrorismus und Überwachung im Film

Enemy of the state

Unsere Terrorismuswahrnehmung wäre ohne das Hollywood-Phantasma der Terrorismus- und Spionagefilme eine völlig andere. Wer erinnert sich nicht an „Enemy of the State”, an Filme wie „Minority Report” oder „Syriana” , die den Terrorismus immer auch mit dem Aspekt der (meistens von staatlicher Seite ausgehenden) Sicherheitsbemühungen verknüpfen. Hier sind ein paar Filme aufgeführt, die mir – ohne lange nachzudenken – eingefallen sind. Nicht selten werden Szenarien der totalen Überwachung entworfen, oder, sofern sich die meisten amerikanisch beheimateten Sicherheits- oder Geheimdienstmitarbeiter technischer Hilfsmittel bedienen können, die totale Satellitenperspektive mit filmischen Mitteln nachgestellt. CIA- und NSA-Mitarbeiter werden so zu Komplizen des allsehenden Auge Gottes…

Folgende Filme verbinden die Aspekte ›Terrorismus‹ und ›totale Überwachung‹:

Escape from New York („Die Klapperschlange”, John Carpenter, 1981),
Sliver (Philip Noyce, 1993),
12 Monkeys (Terry Gilliam, 1995),
The Siege („Ausnahmezustand“, Edward Zwick, 1998),
Snake Eyes („Spiel auf Zeit”, Brian de Palma, 1998),
The Truman Show (Peter Weir, 1998),
Enemy of the State („Der Staatsfeind Nr.1”, Tony Scott, 1998),
The End of Violence („Am Ende der Gewalt”, Wim Wenders, 1997),
Lost Highway (David Lynch, 1997),
Minority Report (Steven Spielberg, 2002),
Panic Room (David Fincher, 2002),
The Sum of all Fears („Der Anschlag“, Phil Alden Robinson, 2002),
Syriana (Stephen Gaghan, 2005),
Déjà vu (Tony Scott, 2006).
Auch: The War Within (Joseph Castelo, 2005),
Body of Lies („Der Mann, der niemals lebte“, Ridley Scott, 2008) und
The Kingdom („Operation: Kingdom“, Peter Berg, 2007).

Die Abbildung oben ist ein Filmstill aus „Enemy of the State“. Nicht nur, dass wir hier gleich (über den Spiegel) eine doppelte Perspektive auf den Protagonisten Robert Clayton Dean (gespielt von Will Smith) bekommen, und so selber zu Beobachtern werden (die wir ja durch die Kamera eigentlich sowieso schon sind) – wie immer weiß man auch hier nie, was sich hinter Spiegeln verbergen kann…

Advertisements