Schlagwort-Archive: 9/11

Publikationshinweis – Jesko Bender: 9/11 erzählen

Gerne weise ich hier auf die neue Publikation im Bielefelder transcript-Verlag von Jesko Bender hin. In der Arbeit mit dem Titel »9/11 erzählen« untersucht der Germanist Jesko Bender wie in Werken von Autoren wie Ulrich Peltzer, Katharina Hacker und dem Österreicher Paulus Hochgatterer ein, so Bender, als Ende der Kommunikation und als nicht lesbar angesehenes Phänomen durch Literatur wieder lesbar wird. Wohl auch, indem die Texte das Phänomen in einen spezifisch deutschen Kontext einschreiben.

Jesko Bender: 9/11 erzählen. Terror als Diskurs- und Textphänomen, Bielefeld, 2017.

Weitere Informationen zum Band direkt auf den Seiten vom transcript-Verlag.

POETIK DES TERRORS – Politisch motivierte Gewalt in der deutschen Gegenwartsliteratur

Endlich ist es soweit! – Im Januar 2015 erscheint meine Forschungsarbeit im Bielefelder transcript-Verlag. Hier ist schon mal eine Vorabschau.

Michael König
POETIK DES TERRORS
Politisch motivierte Gewalt in der deutschen Gegenwartsliteratur

Religiöse Selbstmordattentäter machen uns sprachlos. Wie aus dem Nichts tauchen sie auf, scheinbar geistesgestörte, selbstherrliche Einzeltäter, die viele mit in den Tod reißen und sich am Ende selbst richten. Kulturelle Erklärungsmuster und biographische Analysen schlagen fehl. Die Frage, wie einer zum Terroristen wird, scheint nicht beantwortbar.

Michael König untersucht Romane, Thriller und biographische Erinnerungen, in denen deutsche Gegenwartsautoren versuchen, dem undurchdringlichen Phänomen und seinen Urhebern näher zu kommen. Ergänzend zur literaturwissenschaftlichen Analyse berichten elf Autorinnen und Autoren – unter ihnen Ulrike Draesner, Sherko Fatah, Gerhard Seyfried, Ulrich Peltzer und Michael Wildenhain – in Interviews über ihre Probleme beim Schreiben über Terroristen und den erzeugten Terror. Sie kennzeichnen ihre eigenen Texte als engagierte Literatur, die im Zuge von weltumspannenden Überwachungsmethoden und einer zunehmenden Beschneidung von Bürgerrechten wieder dezidiert politisch geworden ist. Gegen mediale Generalisierungen rücken sie das Individuum in den Mittelpunkt der literarischen Betrachtung. Denn Attentäter und Terroristen sind am Ende keine »Monster« oder »Gespenster«, sondern Menschen.

Die literaturwissenschaftliche Analyse wird durch Interviews mit folgenden Autoren ergänzt: Ulrike Draesner, Horst Eckert, Sherko Fatah,Ulrich Peltzer, Christoph Peters, Gerhard Seyfried, Hilal Sezgin, Enno Stahl, Michael Wildenhain, Raul Zelik.

Hier geht es zu weiteren Infos auf den Seiten bei transcript:
http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2987-3/poetik-des-terrors?c=7

Hier können Sie das Inhaltsverzeichnis einsehen.

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Hier die Ankündigung in der Verlagsvorschau »Frühjahr 2015« von transcript

transcript

Verlagsvorschau

Neue Publikation – »9/11 als Bildereignis«

Im vergangenen Juli ist im transcript-Verlag eine neue Publikation zum Thema »9/11« erschienen.
Anne Becker: 9/11 als Bildereignis. Zur visuellen Bewältigung des Anschlags, Bielefeld, 2013.


Hier weitere Informationen bei
transcript, und wie immer gibt es hier eine Leseprobe (PDF).

911_bildereignis

Literaturhinweis – »Plotting Justice. Narrative Ethics and Literary Culture after 9/11«

Informationen der Nebraska University Press - Georgiana Banita "Plotting Justice"

Gerne verweise ich hier auf Wunsch von Georgiana Banita auf deren neu erschienene Monographie „Plotting Justice“ (2012).

Georgiana Banita: Plotting Justice. Narrative Ethics and Literary Culture after 9/11, Lincoln: University of Nebraska Press; 2012.

Hier der Klappentext:
Have the terrorist attacks of September 11 shifted the moral coordinates of contemporary fiction? And how might such a shift, reflected in narrative strategies and forms, relate to other themes and trends emerging with the globalization of literature? This book pursues these questions through works written in the wake of 9/11 and examines the complex intersection of ethics and narrative that has defined a significant portion of British and American fiction over the past decade.

Don DeLillo, Pat Barker, Aleksandar Hemon, Lorraine Adams, Michael Cunningham, and Patrick McGrath are among the authors Georgiana Banita considers. Their work illustrates how post-9/11 literature expresses an ethics of equivocation—in formal elements of narrative, in a complex scrutiny of justice, and in tense dialogues linking this fiction with the larger political landscape of the era. Through a broad historical and cultural lens, Plotting Justice reveals links between the narrative ethics of post-9/11 fiction and events preceding and following the terrorist attacks—events that defined the last half of the twentieth century, from the Holocaust to the Balkan War, and those that 9/11 precipitated, from war in Afghanistan to the Abu Ghraib scandal. Challenging the rhetoric of the war on terror, the book honors the capacity of literature to articulate ambiguous forms of resistance in ways that reconfigure the imperatives and responsibilities of narrative for the twenty-first century.

Weitere Informationen über die Autorin Georgiana Banita erfahren Sie auf den Seiten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Hier erhalten Sie Informationen zum Band bei amazon.de.

Literaturhinweis – Stefanie Hoth: »Medium und Ereignis«

Stefanie Hoth: Medium und Ereignis. ‚9/11’ im amerikanischen Film, Fernsehen und Roman. Heidelberg: Winter, 2011.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

Vorwort – IX
[1] Kultur – Medien – Ereignis: Repräsentationen des ’11. Septembers‘ in fiktionalen Medien

[2] Vom Geschehen zur Geschichte: Die Konstituierung des Ereignisses ‚9/11′ in der nachrichtenmedialen Berichterstattung
[2.1] Der mediale Ausnahmezustand: Der ’11. September‘ als Fernsehereignis
[2.2] Bildereignis – Ereignisbilder: Von Bildern zu Ikonen
[2.3] Die Versprachlichung des Geschehens: Narrativisierung und Topisierung
[2.4] Die kulturelle Kontextualisierung und Verarbeitung der Terroranschläge in den Vereinigten Staaten

[3] Die Medien- und Genrespezifik fiktionaler ‚9/11‘-Narrative: Kategorien zur Analyse von Romanen, Filmen und Fernsehserien
[3.1] Mono- vs. plurimediales Erzählen: Zur Spezifik von literarischen und audiovisuellen Narrativen
[3.1.1] Erzählliteratur als monomediale Erzählform
[3.1.2] Die Plurimedialität filmischen Erzählens
[3.13] Medienspezifische Kommunikationsmodelle für literarische und audiovisuelle Medien
[3.2] Die erzählte Welt: Figur – Handlung – Raum und Zeit
[3.2.1] Personal, Figurenkonstellation und -charakterisierung
[3.2.2] Handlung, Plotstrukuren, Texteinstieg und Schlussgebung
[3.2.3] Raum- und Zeitdarstellung
[3.3] Die erzählerische Vermittlung und Perspektivenstruktur
[3.4] Formen und Funktionen intra- und intermedialer Bezugnahmen in fiktionalen Narrativen der Terroranschläge
[3.5] ‚9/11‘ -Darstellungen zwischen Illusionsbildung und Metafiktion
[3.6] Kriterien für eine intermediale Analyse von Romanen, Filmen und Fernsehserien

[4] Plot Point ‚9/11‘: Die Terroranschläge in ausgewählten amerikanischen Filmen, Fernsehserien und Romanen
[4.1] ‚9/11‘ in amerikanischen Spielfilmen: Spuren im Alltag und die unmittelbare Darstellung des Geschehens
[4.1.1] Der Einbruch in die Wirklichkeit und das Spiel mit der Visibilität im „USA“-Segment in 11’09“01
[4.1.2] Die atmosphärische Präsenz der Anschläge und die Inszenierung der Veränderung New Yorks in 25th Hour
[4.1.3] „The new normal“: Die unmögliche Rückkehr zum Alltag in der Dramenverfilmung The Guys
[4.1.4] „Hovering around like a frog“: ‚9/11‘ als handlungsübergreifender Bezugspunkt in dem Episodenfilm The Great New Wonderful
[4.1.5] Das Füllen medialer Lehrstellen und die Einbeziehung der Täterperspektive in dem Dokudrama United 93
[4.1.6] „From the macro to the micro“ – Die multifunktionale Semantisierung des Ereignisses inWorld Trade Center
[4.1.7] Zwischenfazit

[4.2] Genrekonventionen und die Funktionalisierung des Ereignisses in der Verarbeitung von ‚9/11‘ in amerikanischen Fernsehserien
[4.2.1] Die Perspektive der Helfer und die Beschäftigung mit der Heldenverehrung in Third Watch
[4.2.2] Situationskomik post ‚9/11‘: Visuelle Bezüge in Friends
[4.2.3] Die sentimentale Auseinandersetzung mit ‚9/11‘ und der Trauer in Ally McBeal
[4.2.4] Die Erinnerung an persönliche Verluste und die Schuldfrage in Judging Amy
[4.2.5] Der Umgang mit Terrorverdächtigen und die Traumatisierung nach ‚9/11‘: Die Anschläge in Without a Trace
[4.2.6] Die Terroranschläge als episodenübergreifende Storyline in Rescue Me
[4.2.7] Zwischenfazit

[4.3] Das Ereignis ‚9/11‘ im amerikanischen Roman: Bezüge zu audiovisuellen Medien und die individuelle Dimension
[4.3.1] ‚9/11‘ als Auslöser von nationalem Terrorismus in Michael Cunninghams Specimen Days
[4.3.2] Medial vermitteltes Ereignis vs. eigene Erfahrung in Reynolds Prices The Good Priest’s Son
[4.3.3] Die Anschläge als persönliche Zäsur in Jay McInerneys The Good Life
[4.3.4] Die Semantisierung von Sprache in Lynne Sharon Schwartz‘ The Writing on the Wall
[4.3.5] ‚9/11‘ als individuelle Verlusterfahrung in Jonathan Safran Foers Extremely Loud & Incredibly Close
[4.3.6] Terror in der Endlosschleife: Don DeLillos Falling Man
[4.3.7] Zwischenfazit

[5] Zusammenfassung und Ausblick: Medienkultur ‚9/11‘ – „Casting a Shadow“

[6] Bibliographie
[6.1] Primärmedien
[6.2] Sekundärliteratur

Heide Reinhäckel hat zu diesem Band eine Rezension verfasst.